Zum Inhalt springen Zur Hauptnavigation springen Zur sekundären Navigation springen

Pflanzengesundheitszeugnis
Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Hier die Formulare zum Herunterladen

Allgemeine Beschreibung

Das Pflanzengesundheitszeugnis (PGZ) ist für die Ausfuhr in Drittländer (Nicht EU-Staaten) jeglicher geregelter Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse erforderlich. Es muss im Ausfuhrland gemäß internationalen Vereinbarungen ausgestellt worden sein und bescheinigt, dass die Sendung nach geeigneten Verfahren untersucht worden ist und frei von Quarantäneschadorganismen und praktisch frei von anderen gefährlichen Schadorganismen befunden wurde sowie als den im Bestimmungsland geltenden Pflanzenschutzvorschriften entsprechend angesehen wird.

Zugangsvoraussetzungen

Für die Nutzung dieses Dienstes gelten keine besonderen Zugangsvoraussetzungen.

Termine

Kontrollanfrage: 48 Stunden vor Abgang der Lieferung

Notwendige Dokumente

Für die Nutzung dieses Dienstes ist keine Vorlage von zusätzlichen Dokumenten notwendig.

Kosten

Die Ausstellung eines Pflanzengesundheitszeugnisses wird bei Ladungen bis zu einer Transporteinheit (LKW, Waggon) sowie bis zu einer Menge von 25.000 kg mit einem Betrag von 31,50 € verrechnet.

Verweis auf Gesetzesbestimmungen; Verordnungen

Legislativdekret vom 19. August 2005, Nr. 214

Weitere Informationen

Allgemein

Pflanzengesundheitliche Maßnahmen und Regelungen haben zum Ziel, Ein- und Verschleppungen von Schadorganismen an Pflanzen soweit als möglich zu verhindern (Pflanzenquarantäne) und die Gesundheit von Pflanzgut sicherzustellen (pflanzengesundheitliche Qualität), um eine nachhaltige Produktion und Pflanzenkultur zu gewährleisten und damit auch im weitesten Sinne die Umwelt und den Verbraucher zu schützen.

Das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen 

Das Internationale Pflanzenschutzübereinkommen (International Plant Protection Convention IPPC) stellt seit mehr als 50 Jahren den internationalen Rahmen für den Schutz von Pflanzen gegen die Einschleppung und Verbreitung von Schadorganismen dar. Zu diesen Schadorganismen gehören Insekten, Nematoden, Phytoplasmen, Bakterien, Pilze, Viren und Viroide, aber auch solche Pflanzen, die zu schützende Pflanzen und ihren Lebensraum beeinträchtigen. Organismen mit potentieller Schadwirkung auf Pflanzen in dem durch sie gefährdeten Gebiet, die in diesem Gebiet noch nicht auftreten oder dort nicht weit verbreitet sind und amtlichen Überwachungs- und Bekämpfungsmaßnahmen unterliegen, werden als Quarantäneschadorganismen bezeichnet. Viele dieser Quarantäneschadorganismen bedrohen nicht nur die Pflanzen direkt, sondern auch die biologische Vielfalt insgesamt in den zu schützenden Gebieten. Gegen Quarantäneschadorganismen sind im Rahmen des IPPC Regelungen und Maßnahmen vorgesehen. Neben konkreten Bekämpfungsmaßnahmen sind in diesem Rahmen auch Warnsysteme und Kontrollstrukturen vorhanden.

Das Pflanzengesundheitszeugnis (PGZ)

Die Ausstellung des PGZ für den Export von Pflanzen- Pflanzenteile sowie Pflanzenprodukte, obliegt dem gebietsmäßig zuständigen Pflanzenschutzdienst (d.h. in dessen Dienstgebiet die Ware verladen wird und beschaut werden kann). Das PGZ ist nur für Exporte in Drittländer (Länder außerhalb der EU) erforderlich und wird gemäß Artikel 43 und Artikel 44  des Legislativdekretes vom 19. August 2005, Nr. 214 und in Übereinstimmung mit dem oben genannten Internationale Pflanzenschutzübereinkommen ausgestellt .

Für Fragen bezüglich der Ausfuhr bestimmter Pflanzen und Pflanzenprodukte stehen die Beamten des Landespflanzenschutzdienstes beim Amt für Obst- und Weinbau (0471/415140) jederzeit gerne zu Verfügung.

Exporteure die ein PGZ benötigen, müssen mittels Fax (0471/415117) einen Antrag an den Landespflanzenschutzdienst stellen. Der Antrag sollte 48 Stunden vor der Verladung der Ware erfolgen, spätestens aber ist die Kontrollanfrage  bis 9.30 Uhr desselben Tages zu übermitteln.

Folgende Daten und Angaben sind für die Ausstellung des PGZ erforderlich:

  • Name und Adresse des Exporteurs  (Ist der Ort der Verladung abweichend von dem des Antragstellers bzw. Absenders, so müssen bei der Kontrollanfrage auch die vollständige Adresse und der dortige Ansprechpartner angegeben werden).
  • Name und Adresse des Empfängers
  • Transportmittel (gegebenenfalls mit Kennzeichen oder Containernummer)
  • Voraussichtlicher Grenzübertrittsort (Dies ist der Ort im Bestimmungsland, an welchem die Sendung dieses Land physisch erreicht).
  • Name des Produktes und botanische Bezeichnung
  • Menge und Gewicht (Netto) der Ware und Beschreibung der Verpackung
  • Eventuell vom Empfängerland geforderte Zusatzerklärung/en

Der Wortlaut von zusätzlichen Erklärungen kann z.B. in pflanzengesundheitlichen Regelungen, Einfuhrgenehmigungen oder bilateralen Vereinbarungen festgelegt sein.

Grundsätzlich können Zusatzerklärungen (engl. Additional declaration) nur dann ausgestellt werden, wenn sie in den gesetzlichen Bestimmungen des Empfängerlandes ausdrücklich verlangt werden. Der Wortlaut solcher zusätzlicher Erklärungen kann z.B. in pflanzengesundheitlichen Regelungen, Einfuhrgenehmigungen oder bilateralen Vereinbarungen festgelegt sein. Gegebenenfalls muss der Antragsteller (Exporteur) dem Pflanzenschutzdienst rechtzeitig und unaufgefordert eine Kopie dieser Regelung übermitteln.

Zuständige Einrichtung

31. Landwirtschaft
31. Landwirtschaft

Zuständige Verwaltungseinheit

31.2. Amt für Obst- und Weinbau

Adresse

Landhaus 6, Brennerstraße 6, 39100 Bozen

Telefon

0471 41 50 80
0471 41 50 81

Fax

0471 41 50 89

E-Mail

obst-weinbau@provinz.bz.it

PEC

obstweinbau.fruttiviticoltura@pec.prov.bz.it

Website

http://www.provinz.bz.it/landwirtschaft/

(Letzte Aktualisierung: 19.09.2016)