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Studienbeihilfen für postuniversitäre Ausbildungen
Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Hier die Formulare zum Herunterladen

Allgemeine Beschreibung

Neue Bestimmungen zur Besteuerung der postuniversitären Studienbeihilfen  

Nach dem Inkrafttreten des Stabilitätsgesetzes 2016 ist der Rechtsrahmen in Bezug auf die Besteuerung der Studienbeihilfen, welche von der Provinz Bozen an jene gewährt werden, die bestimmte postuniversitäre Lehrgänge besuchen, geändert worden.

Detaillierte Informationen können Sie im betreffenden Dokument Rückerstattung Besteuerung postuniversitäre Studienbeihilfen nachlesen.

Alljährlich stellt das Land Studienbeihilfen für Studierende an Universitäten, Fachhochschulen oder diesen gleichgestellten Einrichtungen bereit. Die Beihilfen werden - aufgrund verfassungsrechtlich verankerter Grundsätze - über öffentliche, streng formaljuridische Wettbewerbe vergeben. Dabei werden die wirtschaftliche Bedürftigkeit und der Studienerfolg der AntragstellerInnen berücksichtigt.

Neben der Studienbeihilfe für postuniversitäre Ausbildungen gibt es noch die folgenden drei weiteren Maßnahmen im Bereich der Hochschulförderung:

  • ordentliche Studienbeihilfen
  • außerordentliche Studienbeihilfen
  • Leistungsstipendien

Zugangsvoraussetzungen

  1. Hochschulabschluss:
    • einen ersten weiterbildenden Masterstudiengang der Grundstufe (60 ECTS) oder der Aufbaustufe (60 ECTS) in Italien oder einen ersten postgradualen Master im Ausland, welcher nicht einem Fachlaureat (120 ECTS) entspricht oder einen ersten Spezialisierungskurs besuchen;
    • ein Ausbildungs- oder Berufspraktikum absolvieren;
    • ein Forschungsdoktorat oder Doktoratsstudium absolvieren;
    • den Universitären Berufsbildungskurs in Italien absolvieren;
  2. Anspruchsberechtigt sind AbsolventInnen eines mindestens dreijährigen Hochschulstudiums, die

  3. Staatsbürgerschaft/Wohnsitz:
    • für eine Ausbildung in Südtirol:
      • EU-BürgerInnen oder
      • Nicht EU-BürgerInnen die eine unbefriestete EG-Aufenthaltsberechtigung für Italien besitzen oder BürgerInnen, denen laut Richtlinie 2011/95/EU der Flüchtlingsstatus zuerkannt wurde bzw. die Nutznießende eines Subsidiärschutzes sind und dadurch italienischen Staatsbürgern und Staatsbürgerinnen gleichgestellt sind oder
      • Nicht-EU-BürgerInnen, die ohne Unterbrechung seit mindestens einem Jahr ihren Wohnsitz in Südtirol haben.
    • für eine Ausbildung außerhalb Südtirols:
      • EU-BürgerInnen oder Nicht-EU-BürgerInnen oder BürgerInnen, denen laut Richtlinie 2011/95/EU der Flüchtlingsstatus zuerkannt wurde bzw. die Nutznießende eines Subsidiärschutzes sind und dadurch italienischen Staatsbürgern und Staatsbürgerinnen gleichgestellt sind und ihren Wohnsitz ohne Unterbrechung seit mindestens zwei Jahren in Südtirol haben.
  4. Anspruchsberechtigt sind:

  5. Studium:
    • einen ersten Masterstudien­gang der Grundstufe (60 ECTS) oder der Aufbaustufe (60 ECTS) in Italien oder einen ersten postgradualen Master im Ausland, welcher nicht einem Fachlaureat (120 ECTS) entspricht oder einen ersten Spezialisierungskurs besuchen, der mindestens 30 Studienkredite oder 750 Arbeitsstunden umfasst (zur Abklärung, ob die besuchte Ausbildung diesen Kategorien entspricht, kontaktieren Sie bitte Frau Marieke Volgger, Tel. 0471 41 29 47);
    • ein Ausbildungs- oder Berufspraktikum absolvieren, das Voraussetzung für die Zulassung zu Staatsprüfungen, für die Eintragung in Berufsalben, für die Berufsbefähigung ist oder für das jeweilige Berufsbild vorgesehen ist,  und das mindestens 120 Tage dauert und 30 Wochenstunden umfasst (berücksichtigt wird dabei nur die Zeit, die zur Erreichung der Ausbildungsziele oder der Berufsbefähigung verpflichtend ist);
    • ein Forschungsdoktorat oder ein Doktoratsstudium an einer Universität absolvieren, das mindestens 180 Tage dauert;
    • den Universitären Berufsbildungskurs absolvieren.
  6. Zugelassen sind jene Studierende, die

  7. Weitere Voraussetzungen:
    • mit der Ausbildung innerhalb von sechs Jahren nach Abschluss des Hochschulstudiums begonnen haben;
    • im selben Zeitraum keine andere Beihilfe zur Bildungsförderung in Anspruch nehmen;
    • keine postuniversitäre Ausbildung derselben Art (Master, Spezialisierungskurs, Doktorat oder Berufspraktikum, den Universitären Berufsbildungskurs oder die Sonderlehrbefähigungskurse) bereits besucht haben;
    • das vorgesehene Höchsteinkommen laut Ausschreibung nicht überschreiten:
      32.000 Euro für Master/Spezialisierungskurse, Doktorate, den Universitären Berufsbildungskurs und die Sonderlehrbefähigungskurse; 20.000 Euro für Praktika (die Kriterien zur Berechnung des bereinigten Einkommens entnehmen Sie der Wettbewerbsausschreibung am Ende dieser Seite).

Termine

Ab 1. Jänner 2018 können die Gesuche eingereicht werden. Es stehen mehrere Einreichtermine zur Verfügung:

  • 1. Termin: Mittwoch, 28. Februar 2018
  • 2. Termin: Freitag, 29. Juni 2018
  • Letzter Einreichetermin: Freitag, 28. September 2018
    Im Amt für Hochschulförderung,
    Andreas-Hofer-Straße 18, 39100 Bozen.

Notwendige Dokumente

Dem vom Amt bereitgestellten Antragsformular sind folgende Unterlagen beizulegen:

  • für Master/Spezialisierungskurse: Aktuelle Bestätigung der Universität über die Gesamtdauer, Anzahl der Studienkredite oder Arbeitsstunden des Kurses, die im Kursjahr, für das eine Studienbeihilfe beantragt wird, erzielt werden;
  • für Ausbildungs- oder Berufspraktika: Bestätigung des Arbeitsgebers über die Gesamtdauer, die Anzahl der Wochenstunden und den Erhalt eines Praktikumsentgeltes;
  • für Doktorate: Bestätigung der Universität, aus welcher die Dauer, das Thema und die Ziele des Forschungsprojektes hervorgehen, sowie
  • nach dem jeweiligen abgeschlossenen Studienjahr eine Bestätigung des Betreuers, dass der Doktorand/die Doktorandin den vorgeschriebenen Studienerfolg erzielt hat bzw. eine Bestätigung über den erfolgreichen Fortschritt der Forschungsarbeit. Im ersten Jahr des Doktorats ist die Bestätigung nach der Zuweisung der Beihilfe vorzulegen und ist Voraussetzung für die Auszahlung der Studienbeihilfe;
  • für den Universitären Berufsbildungskurs: Ersatzerklärung für eine Bescheinigung laut Art. 46 des D.P.R. vom 28.12.2000, Nr. 445 (Eigenerklärung) über die Gesamtdauer, Anzahl der Studienkredite des Universitären Berufsbildungskurses oder der Sonderlehrbefähigungskurse, die im Kursjahr, für das eine Studienbeihilfe beantragt wird, erzielt werden.

Um den Antrag korrekt auszufüllen, ist es notwendig, die Wettbewerbsausschreibung genau durchzulesen. Beachten Sie, dass Sie als AntragstellerIn die erforderlichen Daten unter Ihrer eigenen Verantwortung erklären. Die Landesverwaltung verzichtet daher größtenteils auf die Vorlage von Unterlagen, führt je­doch Stichprobenkontrollen über den Wahrheitsgehalt der Erklärungen durch. Falscherklärungen werden sanktioniert und führen zu einem Ausschluss von allen Vergünstigungen bis zu zehn Jahre. In schwerwiegenden Fällen wird Strafanzeige erstattet.

Kosten

Die Nutzung dieses Dienstes ist kostenfrei.

Verweis auf Gesetzesbestimmungen; Verordnungen

Diese Maßnahme fällt in den Bereich des Landesgesetzes vom 30. November 2004, Nr. 9, für das Recht auf Hochschulbildung.

Weitere Informationen

Ausmaß der Studienbeihilfen

Dieses wird aufgrund von Studienkrediten, Arbeitsstunden und/oder der Dauer der Ausbildung sowie des bereinigten Einkommens berechnet und beträgt:

  • für Master der Aufbaustufe (60 ECTS)/Spezialisierungskurse: maximal 8.000,00 Euro;
  • für Master der Grundstufe (60 ECTS): maximal 6.000,00 Euro;
  • für Forschungsdoktorate bzw. Doktorate: maximal 9.000,00 Euro;
  • für Praktika: maximal 6.000,00 Euro;
  • für den Universitären Berufsbildungskurs: maximal 4.000,00 Euro.

Sollte der/die Studierende in dem Zeitraum, für den eine Studienbeihilfe beantragt wird, ein Entgelt/Entlohnung  für das Praktikum oder ein Gehalt für das Doktorat beziehen, wird das Ausmaß der Studienbeihilfe entsprechend herabgesetzt.

Sollte der/die Studierende in dem Zeitraum, für den eine Studienbeihilfe beantragt wird, ein Praktikumsentgelt bzw. eine Entlohnung beziehen, das mehr als 1.300,00 Euro brutto pro Monat beträgt, wird keine Studienbeihilfe gewährt.

Sollte der/die Studierende in dem Zeitraum, für den eine Studienbeihilfe beantragt wird, ein Gehalt als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in beziehen, das mehr als 1.500,00 Euro brutto pro Monat beträgt, wird keine Studienbeihilfe gewährt.

Für Studierende, die für die Ausbildung Studiengebühren im Ausmaß von mehr als 1.000,00 Euro entrichten, wird das Ausmaß der Studienbeihilfe bis zu maximal 60 Prozent angehoben.

Auszahlung der Studienbeihilfen

Im Falle ungenügender Mittel erfolgt die Zuweisung der Studienbeihilfen aufgrund einer Rangordnung.

Steuerabzüge gemäß Art. 13 des DPR 917/86 und „Bonus Renzi 80 Euro"

Einige postuniversitäre Studienbeihilfen werden versteuert und sind einem Einkommen aus lohnabhängiger Arbeit gleichgestellt. Die Autonome Provinz Bozen, in Eigenschaft als Steuersubstitut, kann die Steuerabzüge laut Art. 13 des DPR 917/86 und/oder die Abzüge für zu Lasten lebende Familienmitglieder bezugnehmend auf die jeweilige Einkommenssituation und das Bezugsjahr, in welchem die Studienbeihilfe ausbezahlt wird - zuerkennen. Voraussetzung ist jedoch, dass die Steuerfreibeträge nicht bereits von einem anderen Arbeitgeber zuerkannt worden sind, da man diese nur ein einziges Mal beanspruchen kann.

Der „Bonus Renzi" wird von der Autonomen Provinz zuerkannt, falls durch die Studienbeihilfe trotz Steuerabzüge eine Steuerschuld (Einkommenssteuer IRPEF) entsteht und falls der Bonus nicht bereits von einem anderen Arbeitgeber beansprucht wird.
Sollte dem Arbeitnehmer ein höherer Bonus als effektiv zustehend, ausgezahlt werden, so muss dieser beim Jahressteuerausgleich oder im Rahmen der Steuererklärung zurückgezahlt werden.

Weitere Informationen finden sie hier.

Zuständige Einrichtung

40. Bildungsförderung
40. Bildungsförderung

Zuständige Verwaltungseinheit

40.3. Amt für Hochschulförderung

Adresse

Landhaus 7, Andreas-Hofer-Straße 18, 39100 Bozen

Telefon

0471 41 29 43 Cornelia Lintner
0471 41 29 46 Zäzilia Sellemond

Fax

0471 41 29 49

E-Mail

hochschulfoerderung@provinz.bz.it

PEC

hochschulfoerderung.dirittostudiouni@pec.prov.bz.it

Website

http://www.provinz.bz.it/bildungsfoerderung/

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch, Freitag: 9.00 - 12.00 Uhr
Donnerstag: 8.30 - 13.00 Uhr, 14.00 - 17.30 Uhr

(Letzte Aktualisierung: 08.01.2018)