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Rentenmäßige Absicherung Pflegezeiten
Ein Dienst der Südtiroler Landesverwaltung

Hier die Formulare zum Herunterladen

Allgemeine Beschreibung

Es handelt sich um einen Zuschuss, der ausbezahlt wird, wenn freiwillige Beiträge in die Pensionskasse eingezahlt werden, auch in einen Zusatzrentenfonds, um die Zeiten des Fernbleibens der Arbeit für die Hauspflege und -betreuung von pflegebedürftigen Familienmitgliedern zu decken.

Zugangsvoraussetzungen

Wer freiwillige Beiträge an die eigene Pensionskasse eingezahlt hat. Es handelt sich um:

  1. abhängige Erwerbstätige
  2. selbständige Erwerbstätige und Freiberufler,
  3. jene, die bei der Sonderverwaltung beim NISF eingeschrieben sind,

Wer Pflichtbeiträge an die eigene Pensionskasse eingezahlt hat. Es handelt sich um:

  1. selbständig Erwerbstätige und Freiberufler, die teilweise der Arbeit fernbleiben.

Wer freiwillige Beiträge in einen Zusatzrentenfonds eingezahlt hat.

Als Arbeitsausstand versteht man Zeitspannen:

  1. während denen die Angestellten einen unbezahlten Wartestand ohne Bezüge und ohne Rentenversicherung genießen oder aufgrund eines Teilzeitvertrags arbeiten;
  2. während denen die Selbständigen und Freiberufler die Arbeit aufgeben, auch wenn sie für diesen Zeitraum die Pflichtbeiträge weiterzahlen;
  3. während denen die Antragsteller/innen nicht beschäftigt und nicht rentenversichert sind.

Vollzeitangestellte der öffentlichen Verwaltung und Bezieher einer direkten Rente haben keinen Anspruch auf diesen Zuschuss.

Ansässigkeit zum Zeitpunkt des Antrages: 

  • 5 Jahre Wohnsitz in der Region oder
  • 15 Jahre in der Region (auch unterbrochen), davon mindestens 1 Jahr ununterbrochen vor Einreichung des Gesuches.

Termine

Innerhalb 31. Oktober des Jahres nach dem betreffenden Beitragsjahr, falls der Antrag um die Unterstützung auf die freiwillige Beitragszahlung oder auf die in einen Zusatzfonds eingezahlten Beiträge von abhängig Erwerbstätige oder Hausfrauen gestellt wird.

Die Unterstützungsgesuche betreffend Rückstände können innerhalb von 6 Monaten nach Ablauf der Frist eingereicht werden, welche die Rentenkasse, welche die freiwillige Beitragszahlung genehmigt hat, für die Einzahlung dieser Beiträge festgelegt hat.

Innerhalb 31. Oktober des Jahres nach dem betreffenden Beitragsjahr, falls der Antrag um die Unterstützung auf die obligatorische Beitragszahlung oder auf die in einen Zusatzfonds eingezahlten Beiträge von selbstständig Erwerbstätige oder Freiberuflergestellt wird.

ACHTUNG
Ab 1. November 2017 können die Ansuchen nur mehr telematisch über ein Patronat eingereicht werden.

Notwendige Dokumente

Der Zuschuss für freiwillige Beiträge (siehe unter "Weitere Informationen) wird nach Einreichung eines Antrages (Ansuchen um Zuschuss – freiwillige Beiträge) gewährt, sofern:

  1. in der betreffenden Zeit keine sozialversicherungspflichtige Arbeit geleistet wurde (z.B. Hausfrauen),
  2. als selbständig Erwerbstätige/r oder Freiberufler vollständig der Arbeit ferngeblieben ist,
  3. ein unbezahlter Wartestand ohne Bezüge und ohne Rentenversicherung genossen wurde (z.B. abhängig Erwerbstätige);

Die Antragsteller müssen der Anfrage die Kopien der Einzahlungsscheine der freiwilligen Beitragsentrichtung und/oder Kopie des Saldo des eigenen Zusatzfonds mit einem Betrag, der höher als 360,00 € ist beilegen.

Der Zuschuss für Pflichtbeiträge (siehe unter "Weitere Informationen) wird nach Einreichung eines Antrages (Ansuchen um Zuschuss – Pflichtbeiträge) gewährt, in dem der/die selbstständig Erwerbstätige oder der/die Freiberufler/in erklärt, teilweise der Arbeit ferngeblieben zu sein um sich der Pflege von schwer pflegebedürftigen Angehörigen zu widmen. Es müssen die Kopien der Bestätigungen der eingezahlten Pflichtbeiträge und/oder Kopie des Saldo des eigenen Zusatzfonds mit einem Betrag, der höher als 360,00 € ist dem Antrag beigelegt werden.

Abgabe der Anträge:

Die Anträge können ausschließlich bei den Patronaten, die bei Ausfüllen und Weiterleiten der Anträge behilflich sind, abgegeben werden.

Kosten

Die Nutzung dieses Dienstes ist kostenfrei.

Verweis auf Gesetzesbestimmungen; Verordnungen

Art. 2 des Regionalgesetzes vom 18.2.2005, Nr. 1 in geltender Fassung.

Weitere Informationen

Der erwähnte Zuschuss ist ein Beitrag auf die Rentenversicherung für die Zeiträume, in denen keine rentenversicherte Arbeit geleistet wird, es sei denn als Abdeckung der Wartezeit ohne Zulagen und ohne Rentenversicherung, wie von den jeweiligen Kollektivverträgen vorgesehen, um den/die Ehepartner/in, den/die Lebensgefährte/in und pflegebedürftige Angehörige bis zum 4. Grad und Verschwägerten bis zum 3. Grad zu betreuen.
Der Zuschuss wird für den Zeitraum der Arbeitsenthaltung ausbezahlt, welcher der Betreuung schwer pflegebedürftiger Angehöriger gewidmet wird.

Schwere Pflegebedürftigkeit: die Familienangehörigen müssen in der 2., 3. oder 4. Pflegestufe eingestuft werden.

1.1 Der Zuschuss deckt den eingezahlten Rentenversicherungsbeitrag ab, jedoch bis zu einem Höchstbetrag von € 4.000,00 im Jahr und steht bis zum Erreichen der Mindestvoraussetzungen für die Alters- oder Dienstaltersrente zu.

Der Zuschuss wird im Ausmaß von höchstens 7.000,00 € pro Jahr entrichtet, wenn pflegebedürftige Kinder (minderjährige Zivilinvaliden oder denen ein Zivilinvaliditätsgrad von mindestens 74% zuerkannt wurde, Zivilblinde und Taubstumme) oder ihnen gleichgestellte Personen (siehe Familiengeld der Region) im Alter unter 5 Jahren betreut werden. Im Falle von Einschreibung bei Erziehungseinrichtungen und Tagesstätten für Behinderte kann der Zuschuss jedenfalls 4.000,00 € pro Jahr betragen.

1.2 Selbstständig Erwerbstätige und Freiberufler, welche Pflichtbeiträge einzahlen und somit teilweise der Arbeit fernbleiben, werden die unter Punkt 1.1 genannte Höchstbeiträge um 10% reduziert. D. h. dass der Zuschuss max. 3.600,00 € pro Jahr beträgt, wenn man der Arbeit teilweise fernbleibt, um schwer pflegebedürftige Personen (älter als 5 Jahren) zu pflegen. Der Zuschuss beträgt hingegen max. 6.300,00 € pro Jahr, wenn man teilweise der Arbeit fernbleibt, um pflegebedürftige Kinder oder ihnen gleichgestellte Personen unter 5 Jahren zu betreuen.

1.3 Der Zuschuss steht auch im Falle von Teilzeitarbeit zu (bis zu höchstens 70%). In diesem Fall wird der zustehende Zuschuss bis zu 100% aufgestockt wie von dem Vollzeitvertrag vorgesehen, und jedenfalls nicht mehr als € 2.000,00 jährlich ausbezahlt.

Der Zuschuss ist mit der Einschreibung bei Erziehungseinrichtungen und Tagesstätten für Behinderte vereinbar.

Die Betreuung muss direkt, persönlich, angemessen und andauernd sein.

Einzahlungen

Die unter Punkt 1.1 und 1.3 erwähnten Zuschüsse sind als Entschädigung für die Zeiträume zu verstehen, in denen keine Arbeit ausgeübt wird, oder eine Teilzeitarbeit ausgeübt wird, ebenso zur Abdeckung des unbezahlten Wartestandes ohne Rentenversicherung, wie es in den jeweiligen Kollektivverträgen vorgesehen wäre.

Die unter Punkt 1.2 erwähnten Zuschüsse sind als Entschädigung für die Zeiträume zu verstehen, während denen der/die Erwerbstätige und der/die Freiberufler/in teilweise der Arbeit fernbleibt.

Zuständige Einrichtung

ASWE Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung
ASWE Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung

Zuständige Verwaltungseinheit

ASWE Agentur für soziale und wirtschaftliche Entwicklung

Adresse

Landhaus 12, Kanonikus-Michael-Gamper-Straße 1, 39100 Bozen

Telefon

0471 41 83 18 (Elisabeth Brichta)

Fax

0471 41 83 29

E-Mail

aswe.asse@provinz.bz.it

PEC

aswe.asse@pec.prov.bz.it

Website

http://www.provinz.bz.it/aswe

Parteienverkehr:

Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Donnerstag von 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr und von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr

 
(Letzte Aktualisierung: 08.11.2017)