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IMU - Gemeindesteuer auf Immobilien
Ein Dienst der Südtiroler Gemeinden

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Allgemeine Beschreibung

ACHTUNG: Ab dem Jahr 2014 ist für die in der Autonomen Provinz Bozen gelegenen Immobilien die Gemeindeimmobiliensteuer GIS geschuldet und die staatlichen Bestimmungen zur IMU finden nicht mehr Anwendung.

Wer muss die IMU bezahlen?
Die Gemeindesteuer IMU muss von den Eigentümern1, bzw. von den Inhabern eines Realrechtes (Fruchtgenuss, Wohnungsrecht, Oberflächenrecht) und von den Leasingnehmern entrichtet werden, die ein Gebäude oder einen Baugrund besitzen.

Im Falle einer Trennung oder Scheidung muss für die ehemalig gemeinsame Wohnung die IMU von demjenigen entrichtet werden, dem der Richter die Wohnung zugewiesen hat. Dies geschieht unabhängig vom Rechtstitel, also auch wenn der getrennte oder geschiedene Partner nicht Eigentümer oder nur teilweise Eigentümer der Wohnung ist. Diese Wohnung gilt als Hauptwohnung, sofern der Zuweisungsbegünstigte dort den Wohnsitz und Aufenthalt hat.

Wurde die Bezahlung der zweiten Rate 2013 für die Hauptwohnungen abgeschafft?
Da die Regierung bis heute noch nicht über die Beibehaltung oder Abschaffung der zweiten Rate für die Hauptwohnung samt deren Zubehör (ausgenommen jene der Kategorien A/1, A/8 und A/9) entschieden hat, haben die Gemeinden für diese Art von Immobilien die Vorausberechnung noch nicht gemacht.

Der Hauptwohnung gleichgestellt sind die Wohnungen, welche bei Trennung oder Scheidung der Ehe mit einer richterlichen Maßnahme zugewiesen wurden, und in jenen Gemeinden, in welchen dies ausdrücklich in deren IMU-Verordnung vorgesehen wurde, die Wohnungen der Senioren und der Menschen mit Behinderung, welche ihren Wohnsitz in Alters- oder Pflegeheimen verlegt haben. Auch für diese Besitzer ist es noch nicht klar, ob sie von der Bezahlung der zweiten Rate 2013 befreit werden oder nicht.

Für jene Bürger, welche nur eine Hauptwohnung oder eine der Hauptwohnung gleichgestellte Wohnung besitzen, wurde aus den obgenannten Gründen noch keine Vorausberechnung erstellt. Sollte die Regierung die Abschaffung der zweiten Rate für die Hauptwohnungen beschließen, bekommen diese Bürger für die Saldozahlung 2013 keinen Brief und im Bürgerportal finden sie kein vorausgefülltes Formular F24.

Was versteht man unter einer Hauptwohnung samt Zubehör?
Als Hauptwohnung (gilt auch für die Hauptwohnung der Landwirte) versteht man nur die Immobilieneinheit, in welcher der Eigentümer (bzw. Fruchtnießer, Inhaber des Wohnrechtes) und seine Familienmitglieder den meldeamtlichen Wohnsitz und den ständigen Aufenthalt haben. Als Zubehör zur Hauptwohnung können maximal ein Keller oder ein Dachboden (C/2) und eine Garage (C/6) und ein Autoabstellplatz (C/7) betrachtet werden.

Wie wird die IMU berechnet?
Für die Berechnung der IMU muss die Steuergrundlage ermittelt werden. Diese entspricht bei Gebäuden dem Katasterertrag, der zuerst um 5% aufgewertet und dann um die gesetzlichen Multiplikatoren vervielfacht wird. Diese sind wesentlich höher als es jene für die ICI waren, z.B. bei einer Wohnung 160 statt 100.

Für denkmalgeschützte, unbewohnbare und unbenutzbare Gebäude wird die Steuergrundlage um 50% reduziert.

Bei Baugründen wird der Marktwert herangezogen.

Wann und wie bezahlt man die zweite Rate? Welcher Steuersatz, welcher Freibetrag?
Die zweite Rate muss innerhalb 16. Dezember 2013 eingezahlt werden. Dafür kann das Formular F24 oder der eigens dafür vorgesehenen Posterlagschein verwendet werden. Es kommen die von der Gemeinde für das Jahr 2013 festgelegten Steuersätze und Freibeträge zur Anwendung. Der diesbezügliche Gemeindebeschluss und die IMU-Verordnung sind auf der Internetseite der Gemeinde veröffentlicht.

Die Gemeinden können Steuererleichterungen für bestimmte Kategorien vorsehen, so z.B. für die Hauptwohnung, für Wohnungen, welche in Nutzungsleihe vergeben oder welche mit Wohnsitz vermietet worden sind.
Die Gemeinden können aber auch Steuererhöhungen festlegen, so z.B. für Zweitwohnungen. Dabei darf die Grenze von 1,06 % nicht überschritten werden.
Folgende landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude können die Gemeinden bis zu 0,2 % besteuern: Urlaub auf dem Bauernhof, Bürogebäude, Wohnungen für landwirtschaftliche Mitarbeiter und Gebäude für die Bearbeitung, Verarbeitung, Aufbewahrung, Veredelung oder Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte. Für die landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude ist die IMU für das ganze Jahr 2013 geschuldet.

Gibt es im Jahr 2013 auch eine Staatsquote IMU, die beim Staat direkt eingezahlt werden muss?

Im Vergleich zum Jahr 2012 ist die Aufteilung der IMU-Einnahmen zwischen Staat und Gemeinden neu geregelt. Für die Gebäude der Katastergruppen A, B, C, für die landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäude (auch wenn in der Katastergruppe D eingetragen), für welche aufgrund der Landesbestimmungen die IMU geschuldet ist, und für die Baugründe steht die Steuer zur Gänze der Gemeinde zu (Steuerkodes 3913 landwirtschaftliche Wirtschaftsgebäude, 3916 Baugründe, 3918 andere Gebäude). Für alle anderen Gebäude der Katastergruppe D steht die Steuer hingegen ausschließlich dem Staat zu (Steuerkode 3925).

Mit Wirkung ab dem 1. Juli 2013 hat der staatliche Gesetzgeber weitere Fälle der Steuerbegünstigung vorgesehen, für welche der Steuerpflichtige bei der Gemeinde eine IMU-Erklärung einreichen muss und welche in der vorliegenden Vorausberechnung nicht berücksichtigt werden konnten. Es handelt sich dabei um folgende Fälle:

  • Immobilien als Handelsware im Eigentum der Bauunternehmen (Befreiung von der zweiten Rate),
  • Wohnungen im ungeteilten Eigentum der Wohnbaugenossenschaften, welche den Mitgliedern der Genossenschaft als Wohneinheit zugewiesen wurden (Gleichstellung mit der Hauptwohnung),
  • Wohnungen der Streitkräfte (Gleichstellung mit der Hauptwohnung).
1Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird im vorliegenden Dokument die männliche Sprachform verwendet. Betrachten Sie bitte die weibliche Form als inbegriffen.

Zugangsvoraussetzungen

Sie benötigen für den Zugriff auf den Dienst:

Termine

Die Einzahlung erfolgt jährlich in zwei Raten:

  • Einzahlung der 2. Rate bis 16. Dezember 2013

Notwendige Dokumente

Für die Nutzung dieses Dienstes ist keine Vorlage von zusätzlichen Dokumenten notwendig.

Kosten

Die Nutzung dieses Dienstes ist kostenfrei.

Verweis auf Gesetzesbestimmungen; Verordnungen

Gesetzesdekret vom 06.12.2011 Nr 201 Artikel 13 in geltender Fassung

Gesetzesdekret vom 02.03.2012 Nr.16 in geltender Fassung

Landesgesetz vom 18. April Nr.8

Gesetz vom 24. Dezember 2012, Nr. 228 in geltender Fassung

Gesetzesdekret vom 21. Mai 2013, Nr. 54 in geltender Fassung

Zuständige Einrichtung

Gemeinde Lüsen
Gemeinde Lüsen

Zuständige Verwaltungseinheit

Gemeinde Lüsen

Adresse

Dorfgasse 19, 39040 Lüsen

Telefon

+39 0472 413723
+39 0472 414240

Fax

+39 0472 413806

E-Mail

info@gemeinde.luesen.bz.it

Website

http://www.gemeinde.luesen.bz.it

(Letzte Aktualisierung: 08.05.2015)